Die Geschichte des Traditionellen Taekwondo.

Taekwon-Do kommt aus Korea und ist durch eine jahrhundertelange Entwicklung entstanden. Die Wurzeln des Taekwon-Do liegen in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten.

Damals war das heutige Korea in 3 Königreiche aufgeteilt: Silla im Südosten, Baekchae im Südwesten und das flächenmäßig größte Reich Koguryo im Norden, wobei Korea insgesamt damals noch größer war.

Durch die sowohl wirtschaftliche als auch militärische Übermacht des Reiches im Norden waren die kleineren Königreiche im Süden ständig einer Bedrohung ausgesetzt.

Im Königreich Silla erkannte man, daß man nur durch geistige Überlegenheit und Zusammenhalt der Bedrohung standhalten konnte. Zu diesem Zweck wurde unter anderem im 6. Jhd. n. Chr. von König Chin-Hung das Hwarang-Do gegründet, eine Organisation, in der tallentierte Jugendliche der damaligen Zeit im Ideengut des Zen unterrichtet wurden. Dieses Ideengut wendete man auf verschiedene Künste, Wissenschaften und unter anderem auch der Selbstverteidigung an.

Die im Zen geschulte Hwarang-Do Bewegung entwickelte eine unüberwindbare Stärke. Darauf aufbauend konnte das flächenmäßig kleine Silla unter der Leitung von Yu Sin im Jahre 668, während einer Auseinandersetzung mit Koguryo, die beiden Nachbarländer besiegen. Fortan lebten alle 3 Länder Jahrhunderte friedlich nebeneinander. Damit war der Grundstein für die Entstehung des Taekwondo, damals noch Tae Kyon genannt, gelegt.

Im Jahr 1910 wurde Korea durch japanische Truppen besetzt und das Tae Kyon, aus Angst vor dieser Kampfkunst, verboten. Tae Kyon wurde aber im Untergrund weiter gelehrt und so an die Nachwelt weitergegeben.

Nach der Niederlage der Japaner 1945 sollte dieser Teil der koreanischen Kultur nun wieder der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. In dieser Zeit entstand eine Bewegung unter der Führung von General Choi Hong-Hi mit der Aufgabe, das Taekyon (der frühere Name des Taekwondo) neu zu ordnen, zu erweitern und zu vervollkommnen, sowie eine umfassende äußere Organisation aufzubauen.

Im Rahmen dieser Neuordnung wurde auch der Name von Taekyon in Taekwon-Do geändert.
Im Jahre 1965 bricht General Choi Hong-Hi im Auftrag der koreanischen Regierung zur „Good Will Tour“ auf, um Taekwondo, das in Korea inzwischen wieder populär geworden ist und als Teil der kulturellen Geschichte geachtet wird, in Europa, dem mittleren Osten, Nordafrika und Asien vorzustellen und zu verbreiten. Begleitet wird er von einem ausgewählten Team der ranghöchsten Schwarzgurte u. a. Großmeister Kwon Jae Hwa.

Bei der Verbreitung des Traditionellen Taekwondo machte sich Großmeister Kwon Jae Hwa besonders verdient, er blieb im Westen (lebte auch viele Jahre in Deutschland) und sein Lebenswerk ist die Popularität und das Ansehen, welches das traditionelle Taekwondo in der heutigen Zeit genießt.